1912 unterrichteten 36 Lehrer bereits 700 Schüler. Ab 1915 nannte sich die Schule dann Reformgymnasium mit Realschule. Die Lehranstalt zählte zu den fortschrittlichsten dieser Zeit, da sie über moderne Unterrichtsmittel verfügte. Diese kamen von Spendern, so auch die noch immer funktionsfähige Jehmlich-Orgel, die damals Eltern stifteten.
1945 ging die Schule im Bombenhagel in Flammen auf und wurde erheblich beschädigt. Ein halbes Jahr später konnte nach Notreparaturen die nun zur Oberschule Schloßstraße umbenannte Einrichtung ihren Lehrbetrieb wieder aufnehmen. Erst zu Beginn der 50er Jahre waren die Kriegsschäden vollständig beseitigt und die Fassade fast originalgetreu wieder hergestellt.
Ab 1949 begann im Gebäude die Ära der Berufsschule, anfänglich in Allianz mit der benachbarten Handwerkerschule. Die Bezirksbauunion Karl-Marx-Stadt übernahm 1957 das Gebäude als Betriebsberufsschule. In dieser Zeit wurden jährlich etwa 900 Lehrlinge in fast allen Bauhaupt- und Nebengewerken unterrichtet.
Nach der Kommunalisierung des Gebäudes 1990 entstand das Berufsschulzentrum für Technik IV. Im Jahr 2001 wurde das Berufsschulzentrum für Technik IV an das Berufsschulzentrum für Technik II – Handwerkerschule angeschlossen.

