Die SchuleSchulprogramm

Schulprogramm 
des BSZ für Technik II Chemnitz - Handwerkerschule

 

1 Präambel

Die Lehrer und die Schüler / Auszubildenden des Beruflichen Schulzentrums für Technik II Chemnitz stellen mit diesem Schulprogramm den Rahmen für ihre Arbeit vor. Die Grundlage dafür ist das Sächsische Schulgesetz § 1 Abs. 3.
Das Schulprogramm setzt Prioritäten und legt Organisationsformen für inner- und außerschulische Kooperationen mit unseren Partnern fest.
Für die Öffentlichkeit trägt es zur Information über das Berufliche Schulzentrum und zur Transparenz der pädagogischen Prozesse bei.
Blick von der Hartmannstraße

2 Historischer Rückblick

Kurzchronik der Schule an der Schloßstraße

1906 Gründung des Realprogymnasiums ohne eigenes Schulgebäude
1910 Einweihung des Realprogymnasiums mit Realschule am 21.September 1910
1910–1912 Realprogymnasium mit Realschule
1913–1915 Realgymnasium i. E.
1916–1937 Reformrealgymnasium mit Realschule
1938–1945 Dietrich-Eckart-Schule, Oberschule für Jungen
1945–1948 Oberschule Schlossstraße
1949–1952 Umzug der Oberschule; Angliederung des Gebäudes Schloßstraße an die Handwerkerschule
1952–1962 Gewerbliche Berufsschule III
1962–1990 Umzug der Betriebsberufsschule der Bau-Union in die Schloßstraße; Bau- und Montagekombinat (BMK) Süd, Industriebau Karl-Marx-Stadt, wird neuer Trägerbetrieb; Umbenennung in Betriebsberufsschule „Georg Garreis”
1990–1993 Auflösung der BBS „Georg Garreis“; Weiterführung als Berufliches Schulzentrum Schloßstraße
1993–2001 Berufliches Schulzentrum für Technik IV mit Technischem Gymnasium (nach 44 Jahren beginnt wieder eine gymnasiale Ausbildung)
seit 2001 Berufliches Schulzentrum für Technik II -Handwerkerschule
2003–2006 Generalsanierung und Neustrukturierung des Schulkomplexes; Einweihung

Kurzchronik der Schule an der Promenadenstraße

1829–1912 Gründung des Handwerkervereins und Einrichtung einer Fortbildungsstätte für das Handwerk (Unterbringung bis 1912 an verschiedenen Standorten in Chemnitz, Schülerzahl von ca. 1800 im Jahre 1910)
1912 Einweihung des Gebäudes der kommunalen III. Fach- und Fortbildungsschule am 13. April 1912 an der Promenadenstraße (die seit 1829 existierende Handwerkerschule geht hierin auf, ohne dass man den Namen Handwerkerschule weiterführt)
1928–1952 Umbennung der III. Fach- und Fortbildungsschule an der Promenadenstraße in Handwerkerschule (nach einer Reorganisation des Berufsschulwesens in der Stadt und in Abgrenzung zu der im gleichen Jahr eingeweihten Industrieschule am damaligen Karl-Marx-Platz)
1952–1974 Gewerbliche Berufsschule II Chemnitz bzw. Karl-Marx-Stadt
1974–1993 Kommunale Berufsschule II Karl-Marx-Stadt bzw. Chemnitz
1992 Gründung des Fördervereins
1993 Eintragung ins Vereinsregister - Rechtsfähig seit 1993 Berufliches Schulzentrum für Technik II - Handwerkerschule (Wiedereinführung des Traditionsnamens Handwerkerschule nach über 39 Jahren)
2001 Zusammenlegung mit dem Gebäude Schloßstraße unter dem gemeinsamen Namen Berufliches Schulzentrum für Technik II – Handwerkerschule
2004–2006 Generalsanierung und Neustrukturierung des Schulkomplexes; Einweihung

 

3 Schulprofil

Die Berufsschule

In der Berufsschule werden die Auszubildenden vorrangig dual ausgebildet. Darüber hinaus führt die Berufsschule Klassen im Bereich der berufsvorbereitenden Ausbildung und der beruflichen Förderschule.

Ziele

Grundlegend für die Schüler ist die Aneignung aller Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die zur Ausübung des Berufes benötigt werden, sowie der anschließende Erwerb des Gesellenbriefes.
Im Berufsvorbereitungsjahr sollen die Schülerinnen und Schüler die Grundlagen für den Beruf erlernen, um danach in eine Berufsausbildung übergehen zu können.

Profilbeschreibung/ Struktur
Ausbildungsrichtungen: Ausbildungsberuf:
Berufsfeld Farbtechnik/ Raumgestaltung: Maler / Lackierer
Bau- und Metallmaler
Bauten- und Objektbeschichter
Raumausstatter
Bauzeichner
Berufsfeld Holztechnik: Tischler
Holzmechaniker
Berufsfeld Körperpflege: Friseure
Berufsfeld Metalltechnik: Metallbauer
Feinwerkmechaniker
Karosserie- und Fahrzeugmechaniker
Teilezurichter
Schülerzahlen/Einzugsgebiete

Derzeit zählt die Schule 1098 Berufsschüler, die aus Chemnitz und  dem Chemnitzer Raum sowie den Bundesländern Sachsen, Thüringen und Bayern kommen.

FriseursalonMetall - MaschinenraumTischlerwerkstattMalerwerkstattRaumausstatterwerkstatt

 

Die Berufsfachschule für Technik

Die Berufsfachschule für Technik bietet einen Bildungsweg zum Berufsabschluss neben den Berufsfeldern der dualen Ausbildung. Dazu gehören mehrere Fach- und Spezialisierungsrichtungen. An unserer Einrichtung wird die Ausbildung zum
gestaltungstechnischen Assistenten mit dem Schwerpunkt Grafik seit 1997 angeboten.

Ziele

Jeder Absolventenjahrgang soll für den Einstieg in das Berufsleben oder einen weiterführenden Bildungsweg befähigt werden, wobei das Englisch-Zertifikat von möglichst vielen Schülern abgelegt wird.

Profilbeschreibung
Schülerarbeiten der Berufsfachschule im Empfangsbereich Es ist eine Vollzeitausbildung mit Zugangsvoraussetzungen und Aufnahmeprüfung. Die Zahl der Bewerber/Bewerberinnen ist bis jetzt immer mehr als ausreichend gewesen. Wesentlich für die Ausbildung sind in jedem Ausbildungsjahr ein Betriebspraktikum sowie die schriftlichen und praktischen Prüfungen zum Abschluss.
Der Unterricht ist geprägt von vielen praktischen Übungen und Anwendungen mit Gestaltungs- und Werbecharakter.
Schülerzahl / Einzugsgebiete

Der Bildungsgang ist einzügig besetzt. 41 Schülerinnen/Schüler verteilen sich auf zwei Klassen.
Wesentliches Einzugsgebiet ist Sachsen, einzelne Schüler kommen aus Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Ausstattung

In allen fachtheoretischen und fachpraktischen Unterrichtsfächern können wir auf moderne Ausrüstungen sowie Übungs- und Anwendungsmöglichkeiten zurückgreifen.

Schwerpunkte:

  • Multimedia-Strecke mit drei modern ausgestatteten PC-Kabinetten
  • Druckstation mit Großplotter
  • Fotokabinett
  • Druckwerkstatt
  • Zeichensaal
  • PC-Kabinett für die Fremdsprachennutzung

MultimediaraumFotoatelierZeichenwerkstatt

Perspektive

Die Berufsfachschule bereichert das Ausbildungsprofil unseres BSZ.
Über diese Ausbildung werden Kapazitäten erschlossen, die der Schulhausgestaltung, der Präsentation an Projekttagen und Tagen der offenen Tür dienen.
Es bieten sich weiterhin Kontaktmöglichkeiten zu Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen.
Die Ausbildung wird stabil mit je einer Klasse pro Ausbildungsjahr fortgeführt.

 

Das Technische Gymnasium

Das berufliche Gymnasium, in unserem Beruflichen Schulzentrum mit der Fachrichtung Technikwissenschaft, ist die gymnasiale Oberstufe der Mittelschule und baut auf dem Realschulabschluss auf. Ca. 4% der Mittelschulabsolventen mit Realschulabschluss besuchen berufliche Gymnasien, um die allgemeine Hochschulreife zu erwerben.

Ziele

Der Erwerb der allgemeinen Hochschulreife, des Abiturs, und das Erlangen der Voraussetzung für eine qualifizierte Berufsausbildung stellen den Abschluss des Technischen Gymnasiums dar. Auf dem Weg dahin wird die allgemeine Bildung der Schüler vertieft und sie entwickeln ihre Studierfähigkeit durch wissenschafts-vorbereitende Arbeit in Leistungs- und Grundkursen.

Struktur

Das Technische Gymnasium ist als eigenständige Schulart im Beruflichen Schulzentrum für Technik integriert. Die Schwerpunktfächer unseres Technischen Gymnasiums sind Maschinenbautechnik oder Datenverarbeitungstechnik. Eines dieser Fächer wählen die Schüler als zweites Leistungskursfach.
Das Technische Gymnasium umfasst drei Jahre Vollzeitausbildung, davon die Ein- führungsphase Klassenstufe 11 im Klassenverband sowie die Qualifikationsphase der Jahrgangsstufen 12 und 13 im Kurssystem.
Den Abschluss der Ausbildung bildet die zentrale Abiturprüfung.

Schülerzahlen/Einzugsgebiete

Die Klassenstufe 11 wird in zwei bis drei Klassen unterrichtet. Insgesamt lernen ca. 170 Schüler am Technischen Gymnasium.
Der größte Teil der Schülerschaft wohnt in der Stadt Chemnitz. Bedingt durch unsere speziellen Schwerpunktfächer kommen Schüler auch aus dem Großraum Chemnitz sowie dem gesamten Regierungsbezirk Chemnitz.

Ausstattung

Alle Fachunterrichtsräume, z. B. für Deutsch, Literatur, Fremdsprachen, Geschichte/ Gemeinschaftskunde, Wirtschaftslehre/Recht, Mathematik, Ethik und Religion, sind neu saniert und modern eingerichtet, u. a. mit Overheadprojektor, Beamer und Notebook.
Die Fächer Physik, Chemie und Biologie werden in komplett ausgestatteten Hörsälen und Experimentierräumen unterrichtet. Eine umfangreiche, neu ergänzte Lehrmittelsammlung unterstützt das Lernen.
Es stehen mehrere Fachkabinette für Informatik und Datenverarbeitungstechnik sowie für CAD-Anwendung, Metalltechnik, Pneumatik und Kunst zur Verfügung.

Chemie/Biologie-LaborPhysik-LaborPhysik- Hörsaal

 

4 Leitbild „Leben ist Streben"

Leben ist Streben Wir wollen im freundlichen Schulklima Freude am Lernen wecken, zu kreativem, kritischem Denken   anregen und zu eigenständigem, verantwortungsvollem Handeln erziehen. Begabungen unserer Auszubildenden und Schüler sollen gefördert, ihre Schwächen hingegen gemindert werden. Wir leiten die Auszubildenden und Schüler an, ihre Nächsten zu achten und ihnen hilfsbereit zu begegnen.

In Anerkennung dieses Leitbildes geben sich die Schularten der Handwerkerschule ihr spezifisches Leitbild.
Berufsschule

In unserem Berufsschulteil erlangen die Auszubildenden ein solides berufliches Basis-wissen, gekoppelt mit Handwerks- und Traditionsverbundenheit. Sie erhalten damit eine optimale Vorbereitung auf ihr Berufsleben.
Durch handlungsorientierte Unterrichtsgestaltung werden selbstständiges Denken und Handeln, Innovationsbereitschaft und Teamgeist gefördert.
Die Auszubildenden schätzen die Bedeutung der Wettbewerbsfähigkeit richtig ein und kennen bzw. nutzen die Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Berufsfachschule

An unserer Berufsfachschule bereiten wir unsere Schüler wirtschaftsnah, zukunfts- und projektorientiert auf ihren Einsatz in einer von ständigen Entwicklungen geprägten Arbeitswelt vor.

Technisches Gymnasium

An unserem Technischen Gymnasium sollen lernwillige Schüler durch ein hohes Ausbildungsniveau die Allgemeine Hochschulreife erwerben und so optimal auf eine akademische Ausbildung vorbereitet werden.

 

5 Aus den Leitbildern abgeleitete Entwicklungsschwerpunkte

1 Förderung eigenverantwortlichen Lernens und Arbeitens im Unterricht

Der wesentlichste Bestandteil des schulischen Lebens ist der Unterricht.
Er soll den Schülern helfen, sich in unserer komplexen Welt zu orientieren, diese gesellschaftlich, politisch und kulturell zu entwickeln und zu gestalten. Der Unterricht vermittelt tiefgründiges Wissen, befähigt zur eigenständigen Erfüllung gestellter Aufgaben und leistet praxisbezogene Beiträge im wissenschaftlichen Arbeiten für einen weiterführenden Bildungsgang.
Problemorientiertes und komplexes Denken werden gefördert. Insbesondere wird der Einsatz vielfältiger Sozialformen wie Diskussion, Streitgespräch, Gruppenarbeit und Partnerarbeit trainiert. Dazu dient ein einheitliches Handeln der Lehrer als Vorbild. Eine fächerübergreifende Zusammenarbeit aller Lehrenden wird damit gefördert. Weiterhin praktiziert die Lehrerschaft Hilfsbereitschaft, ohne jedoch in der Strenge und der pädagogischen Konsequenz nachzulassen, und achtet auf einen freundlichen Umgangston im Schulhaus.
Mit der Gestaltung einer würdevollen Zeugnisausgabe am Schuljahresende werden die Schüler zu weiterer fleißiger und kreativer Arbeit angespornt.

2 Schülermitbestimmung und Schülervertretung

Zur Gestaltung des Lebens und des Unterrichts an unserem Berufsschulzentrum werden Klassenschülersprecher, Schülersprecher der Schule und Schülerrat gewählt. Zu deren Aufgaben gehören insbesondere die Vertretung schulischer Interessen der Schüler, Mithilfe bei der Lösung von Konfliktfällen und die Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen. Die Schüler und ihre gewählten Vertreter werden in ihrer Arbeit von Lehrern und Eltern unterstützt.

3 Zusammenarbeit zwischen Schule, Ausbildungspartnern und Elternhaus

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Ausbildungspartnern und Eltern ist ein wesentlicher Baustein für die erfolgreiche Berufsausbildung, Berufsfachschulausbildung und für die Erlangung der allgemeinen Hochschulreife. Vielfältige Veranstaltungen wie Elternabende, Elternsprechstunden, Meisterabende, Informationsveranstaltungen zur Kurswahl, Tage der offenen Tür und andere schulische Feiern bieten den Ausbildungspartnern und Eltern die Möglichkeit, am schulischen Prozess mitzuwirken und die Entwicklung ihrer Lehrlinge und Kinder zu begleiten.
Die kontinuierliche Zusammenarbeit mit Berufsverbänden und Unternehmen unterstützt eine praxisnahe Ausbildung und die Bereicherung des Unterrichtes mit aktuellen, marktrelevanten Themen.

4 Teilnahme an Wettbewerben

Die Schüler werden motiviert, sich an Schülerwettbewerben mit eigenständigen und anspruchsvollen Beiträgen zu beteiligen. Die Fachlehrer informieren über die Wettbewerbe, unterstützen und betreuen die engagierten Schüler.
Eine besondere Herausforderung stellen die Leistungsvergleiche in den verschiedenen Gewerken und der Wettbewerb „Gute Form“ für die Berufe Tischler und Metallbauer-Fachrichtung Metallgestalter dar.
Im Fach Geschichte/Gemeinschaftskunde wird der Schülerwettbewerb zur politischen Bildung vorgestellt. Der sächsische Informatikwettbewerb kann zur Vertiefung von Kenntnissen und Fähigkeiten gewinnbringend genutzt werden. Es werden Projekte für die Schüler des Technischen Gymnasiums im Rahmen von „Jugend forscht“ gefördert.
Die Schüler der Berufsfachschule nehmen an Ausschreibungen in künstlerischer bzw. gestalterischer Richtung teil.

5 Ausgestaltung des Schulgebäudes

Unter Leitung der verantwortlichen Fachlehrer werden die Unterrichtsräume auf entsprechendem Niveau ausgestaltet und gepflegt. Dazu finden Auswertungen von Projekten, Belegarbeiten sowie eigens für diesen Zweck gefertigte Darstellungen ihre Verwendung.
Die themenbezogenen Vitrinen sowie die Wände des Treppenhauses und der Flure werden durch Mitwirkung von Schülern zur Präsentation ihrer Unterrichtsarbeiten genutzt.

6 Sportliche Aktivitäten

Der Sport nimmt eine zentrale Stellung im Schulleben ein.
Ausgehend von der Auszeichnung „Sportfreundliche Schule“, die unser Berufliches Schulzentrum im Jahr 2002 erhielt und unsere seit Jahren stattfindenden vielfältigen sportlichen Aktivitäten widerspiegelt, wollen die Schüler weiterhin diesen Status erhalten und ausbauen.
Die Auszubildenden und Schüler unseres Beruflichen Schulzentrums nehmen jedes Jahr an verschiedenen Wettkämpfen teil, zum Beispiel am „Freie – Presse – Azubi -Cup“. Im Rahmen der Projektwoche werden vielseitige Möglichkeiten in den Sportspielen, im Gesundheitssport und Denksport angeboten.
Ziele sind die regelmäßige Durchführung von Sport-AGs und die Einführung eines Schulsporttages.

7 Zusatzqualifikationen

Die Schüler der Berufsschule erhalten die Möglichkeit, in verschiedenen Unternehmen eine Zusatzqualifikation zu erwerben. Es werden Zusatzqualifikationen zum Beispiel zu den Themen Qualitätsmanagement und Projektmanagement angeboten. Der Erwerb des Gabelstaplerscheines ist ebenso ein lohnendes Ziel für die Auszubildenden. Zum Kennen lernen von Konstruktions- und Produktionsabläufen in verschiedenen Unternehmen werden Betriebsbesichtigungen durchgeführt.
Die Berufsfachschüler absolvieren ein 4-wöchiges Betriebspraktikum im 1. und 2. Ausbildungsjahr, in dem sie ihre Kenntnisse und Fertigkeiten anwenden können.
Im Rahmen der Ausbildung an unserer Schule können sie das Englisch-Zertifikat Stufe II erwerben.
Die Medienexkursion nach Leipzig und der Besuch des Druckhauses der „Freien Presse“ schaffen Praxisnähe in der Ausbildung zum gestaltungstechnischen Assistenten.
Die Schüler des Technischen Gymnasiums erhalten die Möglichkeit, in einem Unternehmen eine Zusatzqualifikation zu erwerben. Sie erlernen sowohl Internetprogrammierung als auch den Umgang mit Konstruktionssoftware: 3D-Zeichen, Entwurfsskizzen, Baugruppendarstellungen, Simulation von Bewegungsabläufen, Fertigungszeichnungen u.a.m.

8 Förderzirkel

Förderzirkel bieten Schülern mit Wissenslücken oder Lernschwächen die Möglichkeit, gezielt ihre schulischen Leistungen zu verbessern.
Mit Förderzirkeln, die schwerpunktmäßig für Schüler mit Migrationshintergrund angeboten werden, kann die schulische Integration dieser Gruppe effektiver gestaltet werden. Schwerpunkt sollen hier Angebote im Umgang mit der deutschen Sprache sein. Weiterhin können Förderzirkel für das Fach Mathematik, für das Umformen und das Freihandzeichnen in Betracht kommen. Für die Durchführung müssen zusätzliche  Unterrichtsstunden zur Verfügung stehen und die Beratungs- und Stützlehrer aktiv einbezogen werden.

9 Themenbezogene Exkursionen, Zusammenarbeit mit Firmen und Praktika

Die Besuche von Fachmessen und Ausstellungen dienen dem Kennen lernen verschiedener Firmen und der Information zu technischen Innovationen und Entwicklungstrends.
Der Besuch der Leipziger Buchmesse bietet Chancen zur Kontaktaufnahme mit Schriftstellern der Gegenwart vor Ort und der Information zu deren literarischen Werken. Interviews vor Ort vermitteln tiefere Einblicke in die Lektüre sowie die Biografien und lassen Erkenntnisse und Positionen aus der Unterrichtsarbeit nachvollziehen.
Das Kennen lernen von Flair und Ablauf dieses Ereignisses bzw. von Angeboten und vom Marketing der Verlage wirkt inspirierend auf die unterschiedlichen Interessengebiete der Schüler.
Durch die Exkursion in die Klassikerstadt Weimar erweitern die Schüler ihr Wissen und ihre Erfahrungen, intensivieren die Sicht auf unser Kulturerbe. Der Besuch von Museen lässt sie im Unterricht Gelerntes konkret erfahren und ihr theoretisches Wissen über Leben und Wirken der historischen Persönlichkeiten durch unmittelbare Praxisnähe vertiefen.
Die Besichtigung der Architektur- und Industriedenkmäler unserer Region dient der Erweiterung des eigenen Ideenhorizontes.
Von Schülern angefertigte Plakate im Klassenraum zeugen von diesen Besuchen.
Den Ablauf eines Arbeitstages eines Abgeordneten mit Führung, Sitzung und Diskussion im Sächsischen Landtag lernen die Schüler einmal im Jahr kennen.
Ein regelmäßiges Theaterangebot nutzen besonders die Abiturienten, um Werke der klassischen deutschen Literatur inszeniert zu erleben.
Weitere Kunst- und Literaturveranstaltungen wie Musical-, Opern-, Kabarett- oder Museumsbesuche sowie aktuelle Ausstellungen tragen zur Förderung der ästhetischen Erziehung bei.

10 Kunst-, Kultur- und Sprachreisen

Das Technische Gymnasium und die Berufsfachschule führen Kunst- und Kulturreisen nach Florenz, Rom und Pompeji durch. Im Vorfeld erarbeiten die Schüler zielgerichtet Informationsmaterial über verschiedene berühmte Kunstwerke.
Die Schüler stellen Bezüge zu anderen Kulturräumen her, vergleichen diese mit ihren Ansichten und erlernen verständigendes Miteinander. Sie erfahren Geschichte durch Besuche von Museen und kulturellen Stätten.
Die Studienreisen werden gemeinsam organisiert. In ihrer Vorbereitung erstellen die Schüler Vorträge zur Beschreibung der Sehenswürdigkeiten.
Sprachreisen für die Schüler des Technischen Gymnasiums werden passend zu dem schulischen Fremdsprachenunterricht nach Paris und London angeboten. In der im Unterricht erlernten Sprache können die Schüler im Gastland praxisnah kommunizieren.

11 Gestaltung der Projektwoche und der fächerverbindende Unterricht

Im Rahmen einer Projektwoche pro Schuljahr können die Schüler in Gruppen ein vom Fachlehrer gestelltes oder selbst gewähltes Thema zu einem Kundenauftrag bearbeiten.
Die Ausprägung von Sozial- und Methodenkompetenz sowie die Präsentation von Arbeitsergebnissen unter Beachtung ökonomischer und ökologischer Aspekte bilden Schwerpunkte der Projektwoche.
Im Rahmen zweier Projektwochen pro Schuljahr findet fächerverbindender Unterricht statt. Hier können die Schüler in Gruppen ein vom Fachlehrer gestelltes oder selbst gewähltes Thema bearbeiten. Dabei sollen Themen wissenschaftlich und problem-orientiert untersucht werden, die sinnvoll von mehreren Fächern erfasst werden können.

12 Zusammenarbeit mit Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen und Berufsakademien

Zur Förderung naturwissenschaftlich und technisch interessierter und begabter Schüler unseres Technischen Gymnasiums, verbunden mit der Lenkung des Studienwunsches in Richtung Ingenieurwissenschaften, arbeiten wir mit der Technischen Universität Chemnitz zusammen. Insbesondere soll Schülern die Möglichkeit eröffnet werden, dort außerunterrichtliche Projektarbeiten realisieren zu können.
Vertreter von Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen und Berufsakademien können an unserem Technischen Gymnasium Studienrichtungen vorstellen. Zur Studienorientierung, insbesondere bei Ingenieurwissenschaften, besuchen wir entsprechende Wissenschaftsbereiche an den Bildungseinrichtungen.

 

6 Der Förderverein

Unser Förderverein wurde im Jahre 1992 gegründet und erhielt seine Rechtsfähigkeit am 9.2.1993 mit der Eintragung ins Vereinsregister des Amtsgerichts Chemnitz unter der Nummer VR 831.
Die Zielstellung unseres Fördervereins ist in seiner Satzung beschrieben und umfasst:

  • die Unterstützung der durch das Schulgesetz umschriebenen Aufgaben einer Berufsschule,
  • die Förderung und Pflege der Verbundenheit aller am Schulleben Beteiligten sowie der ehemaligen Lehrer, Lehrlinge, Gönner und Freunde,
  • die Hebung und Weiterentwicklung des Ansehens unserer Bildungseinrichtung in der Öffentlichkeit,
  • die Stärkung unserer materiellen Basis durch Sponsorengelder und Mitgliedsbeiträge.

Unser Verein verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke, sondern er ist selbstlos tätig.
Im Rahmen dieser Zielstellung können wir recht stolz auf eine Vielzahl von Erfolgen verweisen.
Ganz konkret betrifft das die Unterstützung schulischer Initiativen wie Projekte, Schülerwettbewerbe, Tage der offenen Tür, Ausstellungen, Konzerte, Fachtagungen, unsere Medienstelle und Exkursionen.
Zu den Obliegenheiten des Fördervereins zählt auch die Traditionspflege unserer Schule. Ein wichtiges abgeschlossenes Projekt ist dabei die Wiederinstandsetzung der Schulorgel. Eine neue Zielstellung ist die Errichtung eines Traditionszimmers, in dem die Schulchronik einen wichtigen Platz einnehmen soll. Außerdem hält der Verein ständigen Kontakt zu pensionierten Lehrern und Angestellten.
Seit Gründung unseres Vereins haben uns die Handwerkskammer, die Kreishandwerkerschaft, ansässige Innungen, Handwerker, regionale Unternehmen, Eltern von Schülern, Lehrer und andere Sponsoren mit z. T. sehr großzügigen Spenden unterstützt. Im Besonderen profitieren Verein und damit auch unsere Schule aus der Kooperation mit der Fa. Holzfröhlich.
Somit konnten wir die Ausbildungsbasis an unserer Einrichtung über die verfügbaren öffentlichen Mittel hinaus komplettieren. Einige ausgewählte Beispiele sollen dies belegen:
Für diese Ausbildungsrichtungen wurden folgende Anschaffungen getätigt:

Tischler:
  • Bogenfräser, Bogenfräsanschlag, Arbeitsschutzeinrichtungen
  • Kantenschleifmaschine
  • Fachliteratur
Metallbau:
  • Knechtel-Abkantbank
  • Sicken- und Bördelmaschine
  • Digital – Universalwinkelmesser
  • numerische Positionsanzeige für Fräsmaschine
Raumausstatter:
  • Bügelanlage

7 Maßnahmeplan

Im Maßnahmeplan erfassen und koordinieren wir die laufenden und geplanten Höhepunkte der pädagogischen Arbeit eines Ausbildungsjahres.
Die geleistete Arbeit wird sichtbar abgerechnet und somit für alle einsehbar.

Ausbildungsjahr 2011/12

gesamte Schule
Maßnahmen Verantwortlich Termin Kontrolle des Ergebnisses
Weihnachtskonzert Schulleiter 09.12.2011
Tag der offenen Tür Schulleiter 21.01.2012
Teilnahme an der Azubi- & Studienmesse Chemnitz Schulleiter 10.-11.03.2012
Festwoche zum 100jährigen Schuljubiläum Schulleiter 16.-21.04.2012
Gesundheitstag Sport als pädagogischer Tag Kolln. Hoppadietz 04.07.2012
Berufsfachschule
Maßnahmen Verantwortlich Termin Kontrolle des Ergebnisses
Kulturbildungsreise nach Rom Kolln. Mantwill 01.09.2011
Fototagesexkursion
Kolln. Teicher 01.09.2011
Teilnahme am Kreativwettbewerb des BUND Kolln. Roitzsch Herbst 2011
Besuch des Druckmuseums Leipzig Kolln. Roitzsch 01.11.2011
Fotoarbeiten zur Unterstützung des Fachbereiches Frisöre Kolln. Teicher 01.11.2011
Kreative Gestaltung des Schulhauses Kolln. Träger
Kolln. Teicher
01.01.2012
Besuch des Druckzenters der Freien Presse Kolln. Roitzsch Frühjahr 2012
Farbtechnik/ Raumgestaltung und Bauzeichner
Maßnahmen Verantwortlich Termin Kontrolle des Ergebnisses
Unterrichtsgang zur Baumesse Chemnitz Bauzeichner Frau Bucher
Frau Schettler
01.03.2012
Fachvortrag zu Tapeten Tapetenkreation Raumausstatter 3. Lehrjahr Frau Andreas April/ Mai 2012
Fachvortrag zu Tapeten Tapetenkreation Maler Frau Matterne April/ Mai 2012
Fachvortrag zu Bodenbelägen Firma Armstrong Maler 2. Lehrjahr Frau Matterne 01.06.2012
Fachvortrag zum Siebdruck Maler 3. Lehrjahr Frau MatterneFrau Träger Mai/ Juni 2012
Architekturrundgang im Rahmen der Stilkunde Bauzeichner Frau Bucher
Frau Schettler
1. Lehrjahr
Fachvortrag zu Klebstoffen um Bodenbereich Raumausstatter Frau Andreas 2. Lehrjahr
Baustellenbegehung nach Angebot Bauzeichner Frau Bucher
Frau Schettler
1., 2. u. 3. Lehrjahr
Fachvorträge im Rahmen der Baustellenbegehungen Bauzeichner Frau Bucher
Frau Schettler
nach Vereinbarung
Fachvortrag zum Holzschutz Firma Dyrup Maler 1. Lehrjahr Frau Matterne nach Vereinbarung
Holztechnik
Maßnahmen Verantwortlich Termin Kontrolle des Ergebnisses
Ausstellung der Gesellenstücke der Tischler Kollege Besser 27.08.2011
Auszeichnungsveranstaltung zum Innovationswettbewerb Kollege Seidel 02.12.2011
Besuch der Holzmesse in Nürnberg Kollege Seidel 01.04.2012
Exkursion und Zusatzqualifikation zum „Geprüften Fachverleger“ bei Meisterwerke
Kollege Seidel 3. Lehrjahr
Körperpflege
Maßnahmen Verantwortlich Termin Kontrolle des Ergebnisses
Leistungsvergleich der Lehrlinge im Friseurbereich Kollegin Welker 01.03.2012
Meisterabend Kollegin Mehlhorn April/Mai 2012
Projekt – 2. Lehrjahr
Schönheit im Wandel der Zeit“
betreuende Fachlehrer vorletzter B-Block 2012

Exkursionen
1. Lehrjahr Hygienemuseum
2. u. 3. Lehrjahr Ziel wird individuell festgelegt

Fachgruppenleiter 1. u. 2. Lehrjahr Termin individuell
3. Lehrjahr letzter Schultag im C-Block
Metalltechnik
Maßnahmen Verantwortlich Termin Kontrolle des Ergebnisses
Teilnahme der Metallgestalter zu 600 Jahrfeier Schmiedeinnung in Chemnitz Frau Hase 03.09.2011
Teilnahme der Klasse 08MM1 am Schmiedetag in Gotha unter dem Motto „Gotha glüht“ Frau Hase 23.09.2011
Ausstellungsbesuch der Gesellenstücke der Metallgestalter in der HWK Frau Hase,
Frau Neuhauß
01.01.2012
Technisches Gymnasium
Maßnahmen Verantwortlich Termin Kontrolle des Ergebnisses
Börsenspiel Koll. Boos 01.09.2011
Sprachreise Paris Herr Dathe 01.09.2011
Kunst- und Kulturreise Rom Herr Küchler 01.09.2011
Projektarbeiten an der TU Chemnitz Herr Küchler September bis Dezember 2011
Buchmesse Leipzig Frau Lehnigk
Frau Rabe
01.03.2012

 

 

 

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